Mutige-Mädchen-Kurse an weiterführenden Schulen


Gruppenarbeit Allgemeine Informationen:
Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist leider allgegenwärtig, was angesichts der immer wieder in den Medien berichteten Verbrechen gegen Mädchen und Frauen besonders deutlich wird. Diese Gewalt hat jedoch viele Facetten: von „blöden Anmachen“ bis hin zu körperlichen Angriffen. Der Schwerpunkt der Kurse soll neben den körperlichen Abwehrmöglichkeiten gegen einen kräftemäßig überlegenen Angreifer vor allem auf der Sensibilisierung für Gefahrensituationen und der Stärkung des Selbstbewusstseins liegen. Das Programm basiert auf dem über viele Jahre von Peter Kalinowski an der Universität Freiburg entwickelten Körperpräsenz®-Konzept, das völlig neue Perspektiven für alle pädagogischen Felder der Gewaltprävention eröffnet.


Aufbau und zeitlicher Umfang:
Die Mutigen-Mädchen-Kurse und das dahinterliegende Konzept ist für die Klassenstufe 7 ausgelegt. An einem Kurs nehmen mindestens 15 und höchstens 30 Schülerinnen teil. Abhängig von den jeweiligen Klassenstärken ist auch eine stufenübergreifende Lösung möglich. Die Kurse finden über einen Zeitraum von fünf Wochen in 90-Minuten Blöcken statt, die sich je aus 45 Minuten Selbstbehauptung und 45 Minuten Selbstverteidigung zusammensetzen. Nach Abschluss des Kurses folgt ein eintägiger Wochenend-Workshop (5 x 45 Minuten), in dessen Rahmen die Mädchen das Gelernte auf realitätsnahe Situationen übertragen können. Insgesamt setzt sich der Kurs somit aus 15 Übungseinheiten zusammen. Die Kurse finden immer zwischen den Schulferien statt, sodass ein Schulkurs in fünf aufeinander folgenden Wochen durchgängig stattfinden kann.


Übungen am Schlagpolster Vorrausetzung:
Die Kurse sollten am besten in einer kleinen Turn- oder Gymnastikhalle stattfinden, unbestuhlten Räumen, in denen wir mit den Schülerinnen laut sein können, ohne andere zu stören. Um eine persönliche, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in die die Mädchen ohne „Vorbelastungen“ (z.B. Vorwissen der LehrerIn um Defizite, besseres oder schlechteres Verhältnis zur LehrerIn) eintreten können, sind generell keine LehrerInnen während der Kurse anwesend.


Finanzierung:
Grundsätzlich ist bei diesem Programm vorgesehen, dass die Deckung der Selbstkosten von Schule, Stiftungen oder Fördervereinen getragen wird und von Seiten der Schülerinnen, wenn überhaupt, auf freiwilliger Basis geschieht. So kann gewährleistet werden, dass die Teilnahme allen Schülerinnen unabhängig von sozialer Herkunft und dem Engagement der Eltern möglich ist.


Für weitere Informationen zum Mutige-Mädchen-Programm oder bezüglich der Grundschulkurse können Sie uns gerne auch persönlich kontaktieren!